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Kinderalimente

Bemessungskriterien für die Kinderalimente sind in erster Linie
  • der Unterhaltsbedarf des Kindes
  • die Lebensstellung und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Eltern
  • allfällige Einkünfte und/oder Vermögen des Kindes.
Das Kind hat einen Anspruch darauf, am Lebensstandard beider Eltern teilzunehmen. Ist der Lebensstandard des unterhaltspflichtigen Elternteils hoch, erhöht sich somit auch der Unterhaltsbedarf des Kindes. 

Bemessungsmethoden

Die Alimente wird in den einzelnen Kantonen auf unterschiedliche Weise berechnet. Am häufigsten sind jedoch die folgenden Methoden:
  • Am bekanntesten sind die Empfehlungen des Amts für Jugend und Berufsberatung des Kantons Zürich. Diese Bemessungsmethode orientiert sich am tatsächlichen Bar- und Naturalbedarf des Kindes ausgeht. Sie ist durch die (bundes-)gerichtliche Rechtsprechung anerkannt.
  • Die abstrakte Methode dagegen ist einfacher zu berechnen. Dabei ist ausschliesslich die Zahlungsfähigkeit des Unterhaltspflichtigen massgeblich. Als Barbedarf des Kindes wird ein Prozentanteil seines Einkommens genommen. Allgemein wird davon ausgegangen, dass der Bedarf bei einem Kindes 15-17%, bei zwei Kindern 2527% und bei drei Kindern 30-35% des Einkommens des Unterhaltspflichtigen beträgt.

Verteilung der Unterhaltskosten auf die Eltern

  • Die Eltern sind im Verhältnis zu ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit gleichmässig zu belasten.
  • In der Regel leistet der obhutsberechtigte Elternteil seinen Beitrag an den Unterhalt des Kindes in natura, der nicht obhutsberechtigte in Form einer Geldzahlung.
  • Die Pflege und Erziehung sowie Haushaltführung durch den Elternteil, in dessen Obhut das Kind lebt, und die Geldzahlungen durch den alimentenverpflichteten Elternteil sind grundsätzlich als gleichwertig zu betrachten.
  • Bei der Aufteilung der Unterhaltsbeiträge ist die Einkommenssituation entscheidend. Verfügen die Eltern nur über bescheidene Mittel, geht es nicht mehr darum, den Unterhalt des Kindes auf die Eltern zu verteilen, sondern das Existenzminimum aller Beteiligten zu gewährleisten.
  • Für das Existenzminimum, das dem Kind auf alle Fälle garantiert werden soll, sind die drei in der Tabelle aufgeführten  Ansätze gebräuchlich.

Existenzminimum des Kindes


Alter des Kindes
Berner Ansatz
Zürcher Ansatz
St. Galler Ansatz
0 6 Jahre
195 Fr.
200 Fr.
250 Fr.
7 12 Jahre
275 Fr.
280 Fr.
340 Fr.
13 16 Jahre
375 Fr.
375 Fr.
410 Fr.
ab 17 Jahre
470 Fr.
475 Fr.
500 Fr.
  • Das Existenzminimum des Unterhaltsverpflichteten muss aber auf jeden Fall garantiert werden. Kann keine Alimente festgelegt werden können, die die existentiellen Bedürfnisse des Kindes sicherstellen, muss die Sozialhilfe einspringen.
  • Entsprechend den Empfehlungen des Amts für Jugend und Berufsberatung des Kantons Zürich darf der grundsätzlich berechtigte Unterhaltsanspruch in diesem Fall aber nicht einfach tiefer angesetzt werden. In diesen Fällen muss festgehalten werden, dass der ausgewiesene Unterhaltsanspruch des Kindes durch die Eltern, insbesondere durch den Unterhaltsschuldner, im Zeitpunkt der Festlegung nicht gedeckt werden kann.
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